Talea Trio

© Wassili Wohlgemuth

Elisso Gogibedaschwili, Violine
Sophie Kiening, Viola
Jun-Ho Gabriel Yeo, Klavier

„Es war einmal“ - Märchen, Mythen und musikalische Erzählungen 

„Es war einmal“ – mit diesem bekannten Satz eröffnen sich Räume voller Fantasie, Andeutung und innerer Bilder. Auch in der Musik begegnen uns solche Erzählformen: ohne Worte, aber mit einer eigenen Sprache, die das Märchenhafte, das Mythische und das Persönliche hörbar werden lässt. In Triobesetzung sowie in wechselnden Duos entfaltet sich eine Folge von Werken, die das Erzählerische auf ganz unterschiedliche Weise gestalten – als musikalische Dichtung, atmosphärische Szene oder poetische Erinnerung. Nach der eleganten, kammermusikalisch geprägten Eröffnung durch Mozart führt Clarkes folkloristisch inspirierte Dumka zu der berühmten, virtuosen Passacaglia nach Händel in der Bearbeitung von Johan Halvorsen Nach der Pause rücken das Fantastische und das Bildhafte noch stärker in den Mittelpunkt: Szymanowskis impressionistisch schillernde Mythen, inspiriert von antiken Mythologien, und Janáčeks episodisches Pohádka, das auf einem russischen Märchen beruht, entwerfen klangliche Szenen zwischen Realität und Traum. Den Abschluss bilden Schumanns spätromantische Märchenerzählungen – Miniaturen, die nicht erzählen, sondern andeuten: Musik, die Erinnerung, Innerlichkeit und das Ungesagte in den Mittelpunkt stellt.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): „Kegelstatt“- Trio KV 498 Es-Dur für Klavier, Klarinette (Violine) und Viola
Rebecca Clarke (1886-1979): Dumka für Violine, Viola und Klavier
Johan Halvorsen (1864-1935): Passacaglia für Violine und Viola (frei nach Händel)
Karol Szymanowski (1882-1937): Auswahl aus „Mythen“, 3 Gedichte für Violine und Klavier Op. 30
Leoš Janáček (1854-1928): „Pohádka“ für Violoncello und Klavier (arr. für Viola und Klavier von Sophie Kiening)
Robert Schumann (1810-1856): Märchenerzählungen op. 132 für Klarinette (Violine), Viola und Klavier




Talea Trio
Elisso Gogibedaschwili wurde 2000 in Österreich geboren und gilt seit ihrer Kindheit als Ausnahmetalent. Bereits mit zehn Jahren gab sie ihr Orchesterdebüt mit dem MAV-Orchester in Budapest, woraufhin der Startschuss als international gefragte Solistin folgte. Seitdem ist sie regelmäßig zu Gast im Teatro Bibiena di Mantua, Smetana Saal Prag, den Bayreuther Festspielen und spielte schon mit renommierten Orchestern wie den Münchner Symphonikern, der Janáček Philharmonie und dem Orchestra da Camera di Mantova.   In der Saison 2024/25 spielte die Geigerin unter anderem ihr Solo Debüt im Wiener Konzerthaus und in der Carnegie Hall New York. Ein weiterer Glanzpunkt war ihr gefeiertes Debüt mit dem Beethoven Tripelkonzert und Starpianisten Igor Levit im ausverkauften NDR Konzerthaus Hannover. Als leidenschaftliche Kammermusikerin erhielt sie Impulse durch Kammermusikpartner wie Konstantin Lifschitz, Sharon Kam, Johannes Moser und Bruno Canino. Seit der Saison 2024/25 ist Stipendiatin der Villa Musica Rheinland-Pfalz und Kammermusik Tutorin an der renommierten Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. 2025 wurde Elisso Gogibedaschwili mit einem Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb ausgezeichnet und in die Konzertförderung des Deutschen Musikrats aufgenommen. sie absolvierte ihr PreCollege und Bachelor Studium bei Josef Rissin in Karlsruhe und Krzysztof Wegrzyn in Hannover. Ab September 2025 wird sie ihr Masterstudium bei Igor Karsko an der Hochschule für Musik Luzern fortführen. Elisso Gogibedaschwili spielt auf einer Violine von Andrea Guarneri aus dem 17. Jahrhundert, großzügig zur Verfügung gestellt von der Familie Otten.
www.elisso.eu 

Sophie Kiening studiert derzeit im Masterstudiengang Kammermusik bei Tabea Zimmermann in Frankfurt und Bratsche bei Pauline Sachse in Leipzig. Ihren Bachelor absolvierte sie bei Tabea Zimmermann und German Tcakulov an der Hochschule für Musik (HfM) Hanns Eisler Berlin. Im Wintersemester 2024/25 erhielt sie im Rahmen des ERASMUS+ Programms Unterricht bei Jean Sulem am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris. Weitere musikalische Impulse erhielt die Bratschistin von Sào Soulez Larivière, Nimrod Guez und Roland Glassl. Drei Jahre lang wurde die mit drei ersten Preisen beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert ausgezeichnete Musikerin mit dem Deutschlandstipendium der HfM Berlin gefördert; es folgten außerdem ein Stipendium der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung, ein Leistungsstipendium des Rotary Clubs Siena und ein erster Preis bei der XV. International Szymon Goldberg Competition 2024. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2025 erhielt sie ein Stipendium, wurde in die Konzertförderung des Wettbewerbs aufgenommen und wurde mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Seit Februar 2022 hilft sie außerdem projektweise beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks aus. Jun-Ho Gabriel Yeo  Bekannt sowohl als Solist, als auch als Kammermusiker, steht Jun-Ho Gabriel Yeo auf den internationalen Bühnen der Welt. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in den letzten beiden Jahren u.a. zum Schleswig-Holstein Musik Festival, zum Heidelberger Frühling, in die Laeiszhalle und Elbphilharmonie Hamburg, nach Australien, England, Korea, die Niederlande und die Schweiz.

Jun-Ho Gabriel Yeo (*1998 in Münster) wird für seine tiefgründigen Interpretationen geschätzt, die sich stets in den Dienst der Musik stellen und „technische Perfektion mit musikalischer Ausdruckskraft verbinden“ (Westfälische Nachrichten). In seinen Konzerten kommuniziert er aktiv mit seinem Publikum. Er ist auf der Suche nach neuen Wegen, Musik auch jungem und erstmaligem Publikum zugänglich zu machen und benutzt dafür seine Musik ebenso wie das Wort. Preise bei renommierten Klavierwettbewerben wie dem „International Grotrian Piano Competition“ 2018 (1. Preis), dem „TONALi Grand Prix“ 2019 (2. Preis) und dem „Concurso International Santa Cecilia“ 2022 (3. Preis) in Porto untermauern den internationalen Status des deutschen Nachwuchskünstlers. Kammermusikalisch konzentriert sich Jun-Ho Gabriel Yeo insbesondere auf die Duoliteratur mit Geige und Cello, sowie freiere große Besetzungen. Mit Eun Che Kim und Noel Wilde bildet er ein festes Klavertrio.  Geprägt haben ihn berühmte Pianisten und Pädagogen wie Karl-Heinz Kämmerling, Bernd Goetzke, Matti Raekallio und Alfred Brendel. Jun-Ho Gabriel Yeo hat seinen Lebensmittelpunkt in Hannover.
www.gabrielyeo.de 


Termin: 17. Juli 2027, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Thronsaal, Schloss Ellwangen

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