Land in der Stadt - Von römischen Gärten und Parks

© Claudia Braun
©
Der Wunsch nach pflanzlichem Grün war in der römischen Gesellschaft tief verwurzelt, da in der Frühzeit der Republik der Besitz eines Nutzgartens für die Identität als römischer Bürger von grundlegender Bedeutung war. Mit der zunehmenden Ausdehnung des Imperium Romanum lernten die Römer vermehrt parkähnliche Großgärten und als Ziergärten gestaltete private Anlagen anderer Kulturen kennen und passten sie ihren eigenen Vorstellungen an. Die grünen Oasen innerhalb der Wohnhäuser boten Raum für Freizeitvergnügen und  Kunstgenuss und sollten die Gesundheit und Erholung der Hausbewohner*innen fördern. Durch eine je nach Vermögen mehr oder wenige pompöse Ausstattung dienten sie aber auch dazu, Gäste zu beeindrucken.
Man bemühte sich, selbst kleinste Innenhöfe im Wohnhaus zu bepflanzen. Wer in seinem Wohnhaus keine adäquate Fläche zur Verfügung hatte, behalf sich mit Pflanzen in Tontöpfen, wer in einem Wohnblock zuhause war, freute sich immerhin über Topfpflanzen auf dem Dach oder Pflanzkästen vor den Fenstern bzw. auf den Balkonen.
In der Vesuvregion sind die meisten archäol. Befunde zu römischen Gärten anzutreffen, begraben unter dicken Schichten von Asche und Bimsstein. Allein in Pompeji sind mittlerweile über 600 Gärten archäologisch untersucht worden, u. nur hier können wir die Geschichte des Gartens über einen Zeitraum von fast 400 Jahren verfolgen.
Es entwickelte sich schließlich eine der komplexesten Gartenbautradition der Antike, die für Grünanlagen im Mittelalter und in der Renaissance eine wichtige Quelle darstellte.
 
Für den Eintritt ist eine Karte der Landesgartenschau erforderlich.

Foto: Nachbildung eines römischen Villengartens im J. Paul Getty Museum in Malibu
(C) Claudia Braun 

 


Termin: 01. Juli 2026, 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthalle Ellwangen, Vortragsraum

zurück